Auch heute stehen wir früh auf. Das Frühstück bei Denny’s und die gekauften Sandwichs bei 808 Deli (öffnet um 7 Uhr) sind schon fast ein Ritual geworden. Um halb 8 Uhr öffnet dann auch der Surfshop und wir können das Surfbrett zurückbringen.
Dann sind wir auch schon „On the road“…
Heute steht die berühmte
Road to Hana
auf dem Programm. Wir fahren am Flughafen vorbei nach Paia. Kurz nach Paia halten wir beim Aussichtspunkt auf die Ho’okipa Beach. Hier hat es doch tatsächlich ein paar Wellen und Surfer und mein Liebster kriegt glänzende Augen. Okay, das Programm für morgen ist gesetzt 😉 …
Heute aber lockt der Regenwald. Die Road to Hana (Hwy 360) führt mitten durch das Grün, in vielen engen Kurven und zum Teil auch einspurig.

Zuerst ist es noch etwas bedeckt, aber dann klart es immer mehr auf. Meistens fährt man in einer Kolonne, aber man kommt sehr flüssig vorwärts da es um diese Zeit in diese Richtung praktisch keinen Gegenverkehr hat.
Circa eine halbe Meile nach dem Milemarker 9 halten wir beim Trailhead des Waikomoi Ridge Trails.
Der winzige Parking ist voll, aber wir haben Glück und es fährt eben eine Familie weg und wir schnappen uns den Parkplatz. Gleich beim Parking hängen grosse Lianen von den Bäumen und wir versuchen uns natürlich gleich als Tarzan und Jane. 😉 Die verwackelten Fotos von diesem Experiment ersparen wir euch…
Der eher kurze Trail führt durch dichten Regenwald und das Wetter spielt super mit. Was für ein Glück!

Obwohl ja einige Autos am Trailhead standen, fühlen wir uns ganz einsam und nehmen den modrigen Geruch und die speziellen Geräusche des Regenwaldes ganz besonders intensiv wahr.

Der Weg führt durch üppiges Grün. Obwohl ich den Weg (eher aus Versehen) mit den Flipflops gelaufen bin, würde ich feste Schuhe empfehlen, ganz besonders wenn es nass sein sollte. Ein Teil des Weges rauf zur Picknick-Area führt über verschlungene Wurzeln, die ganz schön rutschig werden können.
Und hier jetzt ein paar Impressionen des Trails:



Ein Teil des Weges führt auch durch einen kleinen Bambuswald.

Dieses Erlebnis hat mich ein bisschen darüber hinweg getröstet, dass es dann später nicht mehr für den anscheinend sehr schönen „Pipiwai-Trail“, der durch herrlichen Bambuswald führen soll, reichte.
Wir sind auf dem Waikomoi Ridge Trail bis hoch zur Picknick-Area gelaufen. Der Weg da hoch ist toll, oben hat man aber keine Aussicht. Je nachdem wie viel Zeit man sich nimmt, benötigt man für den Rundweg eine halbe bis eine Stunde.
Was man natürlich unbedingt noch erwähnen sollte, sind die herrlichen Blumen am Wegesrand, wie hier diese Torch Ginger.

Einfach schön!
Eigentlich hatten wir auf dem Weg nicht das Gefühl von Mücken umschwärmt zu werden, aber einen Tag später haben wir doch einige Stiche entdeckt. Also am besten vorher(!) mit Mückenspray einsprayen!
Schliesslich sind wir wieder zurück in der Nähe des Parkings an der Road to Hana. Hier hat es noch ein kleines Picknick-Häuschen mit schönem Blick auf das Meer.

Von unterwegs kann man nur ab und zu durch die Bäume hindurch einen Blick auf das Meer erhaschen. Im Grossen und Ganzen ist dies bei schönem Wetter ein herrlicher kurzer Trail um den Regenwald kennenzulernen!
Dann fahren wir weiter entlang der Road to Hana. Durch die vielen Leute sind die Parkbuchten meist bereits besetzt. Wir hätten wohl noch früher starten sollen. Oft stoppen wir dann halt nur kurz unterwegs und schiessen Fotos, wenn wir niemanden auf der Strasse behindern.
Hier zwei kleine Wasserfälle entlang der Road to Hana.

Kurz vor Hana biegen wir in die Stichstrasse zum Waianapanapa State Park ein. Allein schon dieser hawaiianische Name ist doch einfach herrlich, oder?
Nun essen wir als erstes unsere mitgebrachten Sandwichs. Es ist ziemlich schwülheiss hier.

Danach laufen wir zwischen dem obligaten Schilderwald hindurch runter zum Strand. Das Wetter ist einfach fantastisch!

Gleich rechterhand in der Nähe des Parkplatzes entdecken wir ein Blowhole, wo je nach Wellengang zwischen den Felsen Wassermassen hochschiessen. Unten ein Bild mit Blick zwischen einer Felsritze hindurch ins schäumende Wasser.

Links führt ein Weg runter zu einer Black Sand Beach.

Der Wellengang ist dort ziemlich heftig. Trotzdem stürzen sich ein paar Wagemutige in die Wellen.

Rechts neben dem Strand in einem Felsen hat es eine kleine Höhle in die man hineinkriechen kann. Natürlich können wir bei so was nicht widerstehen 😉 …

Auf der Meer zugewandten Seite ist sie offen und man blickt auf das schäumende Wasser.
Später laufen wir noch den kurzen Trail zu den Waianapanapa Caves. Um diese Höhlen rankt eine blutige Legende, welche auf dem Schild nachgelesen werden kann.

Beide Höhlen sind mit Wasser gefüllt. Das Wasser in der einen Höhle war ganz sumpfig und trüb. Die andere aber hatte wunderschön klares Wasser.

Zwei Typen standen im Wasser und erzählten, dass man unten durch tauchen könne und dann gelange man in weitere Höhlen. Das Wasser schien aber ziemlich kalt zu sein…
Allein schon der kurze Rundweg zu den Caves und zurück (gut ausgeschildert und mit guten Schuhen einfach zu gehen) ist sehenswert! Wiedermal Regenwald pur!

Manchmal umschliesst dich das Gebüsch total, also Regenwald nicht nur links und rechts, sondern auch oberhalb von dir!

Und natürlich gibt es auch wunderschöne Pflanzen und Blumen zu sehen!

Unten eine Blüte der fantastischen Red Ginger Pflanze!

Der Waianapanapa State Park hat uns sehr gefallen. In unseren Augen ein absolutes Muss, wenn man die Road to Hana fährt!

Die ganz besonderen Farbkontraste des blauen Meeres, dem schwarzen Vulkangesteins und dem üppigen Grün der Pflanzen hat uns gefangen genommen!

Bei schönem Wetter entwickelt sich hier zudem ein gewisses Südsee-Feeling, wenn auch kombiniert mit einer recht wilden Küste! Genau so gefällt es uns!

Wir hätten gut und gerne noch länger als die zwei Stunden hier bleiben können, hätten wir nicht für heute noch anderes auf dem Plan gehabt…