Wie immer an dieser Stelle ein paar Worte zur Planung der Reise nach Hawaii. Wen das nicht interessiert, darf gerne…
Warum Hawaii und wie viele Tage auf welcher Insel?
Was soll die Frage? 😉 Es grenzt an ein Verbrechen von Hawaii nur Oahu zu kennen und so mussten wir uns nach 2003 auf unserer nächsten Reise eigentlich nur noch entscheiden, wie viele und welche Inseln wir in diesen kurzen drei Wochen sehen wollen.

Schweren Herzens entschieden wir uns gegen Kauai (welches wir dafür 2013 und dann nochmal auf unserer Weltreise 2016/2017 besuchen) und für Maui (5 Tage), Big Island (6 Tage) und Oahu (9 Tage). Mehr als drei Inseln in drei Wochen würde nur in Stress ausarten. Und die Surf-Insel Oahu auszulassen… dass kann man meinem Liebsten nicht antun 😉 .
Planungshilfen
In einer ruhigeren Welt vor Instagram und Co. zogen wir unsere Inspiration und Hilfe primär aus Foren. Auch heute finde ich, dass einige davon immer noch Goldgruben für aktuelle Informationen sind. Gerne möchte ich euch daher das Hawaii-Forum von Angie ans Herz legen. Hier wird einem direkt und mit viel Respekt und Wertschätzung von Hawaii-Experten bei der Routenplanung geholfen. Wir durften Angie während unserem Urlaub sogar persönlich kennenlernen.
Gute deutschsprachige Reiseführer über Hawaii gibt’s nicht wirklich viele. Wir haben den Reise-Know-How „Hawaii“ mitgenommen. Wer mit Englisch klarkommt, wird Freude haben an den Revealed-Travelguides. Diese sind witzig geschrieben und äusserst detailliert.
Flug
Wir beschlossen Maui an den Anfang der Reise zu legen, denn der Flughafen von Maui in Kahului wird vom amerikanischen Festland aus direkt angeflogen. Zurück soll es dann von Honolulu (Oahu) aus gehen. So flogen wir mit einem Mix aus verschiedenen Airlines der Star Aliance gebucht über ebookers.de.
Die Interisland Flüge zwischen den Inseln machten wir mit Hawaiian Airlines, die wir über orbitz.com buchten. Damals gab es bei Buchung bei Hawaiian Airlines direkt noch Probleme mit europäischen Kreditkarten. Dies ist heute kein Problem mehr und wir würden heute direkt über die Hawaiian Airlines Website buchen. Tipp: Sowohl auf dem Flug Kahului (Maui) – Hilo (Big Island), wie auch Kona (Big Island) – Honolulu (Oahu) lohnt es sich Sitzplätze rechts zu buchen! Ihr werdet noch sehen warum 😉 .
Übernachtungen
Zelten ist auf Hawaii leider nicht sonderlich empfehlenswert. Darum mussten wir von unserer Lieblingsreiseart abweichen und auf feste Unterkünfte ausweichen. Auf Oahu sind wir natürlich wieder bei Josh und Arlene zuhause. Ein kleiner Einblick in ihr Zuhause gibt es am Ende des Reiseberichts.
Bei den anderen Inseln gilt es als Erstes den optimalen Standort festzulegen. Auf Maui entscheiden wir uns für Kihei an der Südwestküste, da hier zum einen schöne Strände direkt vor der Haustüre liegen und sich zum andern die Anfahrtswege zu den Sehenswürdigkeiten in Grenzen halten. Warum nicht mal etwas anderes ausprobieren, dachten wir, und buchten ein sogenanntes Condo im Kihei Kai Nani Komplex, eigentlich eine kleine Ferienwohnung. Diese hiess „Little grass shack“ (gibt es unter diesem Namen leider nicht mehr). Die Buchung erfolgte über E-Mail (sehr nette Besitzerin!). Wichtig: Diese Wohnungen werden in der Regel von Privatpersonen vermietet. Vor der Buchung empfiehlt es sich also aktuelle Bewertungen zu den einzelnen Condo-Nummern anzusehen!
Da Big Island wirklich „Big“ ist im Vergleich zu den anderen Inseln, lohnt es sich hier zwei Unterkünfte je eine an der Ost- und eine an der Westküste zu nehmen. An der Ostküste ist Hilo ideal gelegen. Das Hotel mit der schönsten Aussicht ist das Hilo Hawaiian Hotel, über dessen Website wir das Zimmer buchen. Wir spekulieren vor Ort auf ein günstigeres Upgrade auf ein Ocean Front Zimmer, was dann auch klappt. Dazu mehr im Reisebericht.
An der Westküste fiel uns die Wahl etwas schwerer. Wir entschieden uns schliesslich für das Hotel, welches heute unter dem Namen Outrigger Kona Resort & Spa in Betrieb ist, etwas südlich von Kailua-Kona liegt. Eine nicht ganz günstige Wahl, aber wir bleiben ja nur zwei Nächte und vor allem war der Schnorchelstrand direkt vor dem Hotel (heute ist daraus wie es scheint ein Bootshafen geworden 🙁 ). Und nicht nur Fische gab es da zu sehen…
Mietwagen
Auf jeder Insel brauchen wir natürlich einen Mietwagen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind leider, wie eigentlich durchgängig in den USA, viel zu wenig ausgebaut. Für Oahu ist ein Van gesetzt (wegen dem Surfbrett hintendrin 😉 ). Um auf den anderen Inseln die richtige Wahl zu treffen, muss man in etwa wissen, was man unternehmen will:
Auf Maui wollen wir eventuell den Piilani Hwy. fahren, der zwar kein 4×4 erfordert, aber etwas Bodenfreiheit und stabile Reifen sind hier von Vorteil, da Teile der Strecke ungeteert sind.
Auf Big Island ist der Mauna Kea der Knackpunkt. Wir wollen unbedingt hinauffahren, darum brauchen wir ein Auto mit einem möglichst starken Motor. Andere haben dort oben manchmal Mühe.
So buchen wir sowohl auf Maui, wie auch auf Big Island einen Midsize-SUV, damit hatten wir schon auf dem Festland gute Erfahrungen gemacht. Es ist aber in dieser Kategorie auch immer etwas eine Wundertüte, was für einen Wagen man dann tatsächlich bekommt.
Gebucht haben wir wiederum über usa-reisen.de , die beiden Wagen für Maui und Big Island bei Alamo, auf Oahu nach den Erfahrungen aus den Jahren 2007 und 2008 lieber bei Dollar.
Ausrüstung/Gepäck
Man könnte meinen für Hawaii reichen Badehose und Bikini, aber wenn man nicht einen reinen Badeurlaub machen möchte, hier noch ein paar Tipps, was mit in den Koffer sollte:
Wer den Mauna Kea auf Big Island und/oder den Haleakala auf Maui besuchen möchte (was sehr empfehlenswert ist!) tut gut daran richtig warme Kleider mitzunehmen. Bei mir gehörte da sogar Mütze und Handschuhe dazu (Spoiler: Ich habe auf dem Mauna Kea trotzdem gefroren. Achtung: Wind Chill Faktor). Wer den Haleakala zum Sonnenaufgang sehen möchte, sollte eine Taschen- oder Stirnlampe mitnehmen, ihr erfahrt im Reisebericht wieso.
Wer Schnorcheln gehen will: Wer ein eigenes Schnorchelset hat, am besten mitnehmen. Man kann zwar überall Snorkel Gear mieten, aber das sitzt dann nicht immer auf Anhieb perfekt. Da man aus lauter Begeisterung mal gerne länger im Wasser bleibt, empfiehlt sich allenfalls ein Lycra oder sogar ein dünner Neoprenanzug. Um zu einigen Snorkelspots zu gelangen muss man über scharfe Lava laufen, darum sind Badeschuhe mit Gummisohle keine schlechte Idee.
Wer Wandern gehen will: Feste Schuhe (Wanderschuhe!) sind leider nötig, vor allem auch auf der Lava oder wenn es mal durch die Nässe rutschig wird. Sonst ist neben dem üblichen Sonnenschutz auch manchmal ein Regenschutz nötig (es heisst ja nicht umsonst „Regen“wald!). Mückenspray am Besten direkt auf Hawaii kaufen.
Aber vor allem: Vergesst nicht viele, viele Speicherkarten für eure Fotokamera einzupacken 😉 !!!
Weitere Infos und Tipps folgen natürlich wie immer im Reisebericht, viel Spass beim Mitreisen!