8.8.2010 Der Kahekili Highway auf Maui

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Runde 12 Stunden Zeitverschiebung gehen nicht spurlos an uns vorbei und um 2 Uhr Nachts sind wir wach. Aber was gibt es Schöneres als Aufzuwachen und zu merken: Hey, wir sind auf Hawaii!!! 🙂

Durch die Schlafzimmerfenster unseres Condos weht stets eine laue Brise. Und man kann sogar das Meer leise rauschen hören.

Da wir eh nicht mehr schlafen können, stehen wir mit der Sonne auf und begutachten erst mal unser Condo bei Tageslicht.

Wir sind im obersten Stock eines dreistöckigen Gebäudes untergebracht und haben eine vollausgestattete Küche mit Kühlschrank, Geschirrwaschmaschine und Mikrowelle. Alles picobello sauber.

Von der Lanai (hawaiianisch für: Balkon) aus haben wir sogar seitliche Meersicht. In den Gärten davor blühen diverse Blumen. Auf der Lanai hat es Plastikstühle und einen Tisch sowie einen Liegestuhl. In der Ecke stehen Boogie-Boards zur freien Verfügung.

In den Regalen stehen Bücher und wir entdecken auch einen Ordner, in dem frühere Gäste ihre Restaurant-Tipps von Kihei hinterlassen haben. So etwas sucht man in einem Hotelzimmer vergebens… 😉

Nach dem verarzten meiner entzündeten Augen (diese schrecklich trockene Luft im Flugzeug…) spazieren wir gleich zum Hausstrand Kamaole Beach Park II, welcher direkt über die Strasse liegt.

Mein Liebster befindet den Strand als ideal zum Skimboarden, also scheint das Vormittagsprogramm gesetzt 😉 .

Zuerst gehen wir aber im Denny’s frühstücken (Update: ist mittlerweile geschlossen). Wie immer mit Jet Lag könnten wir bereits zum Frühstück locker ganze Berge von Pancakes verschlingen… Das Essen im Denny’s ist wie immer lecker, ungesund und günstig.

Nach dem Essen suchen wir an der langen South Kihei Road einen Surf Shop, werden fündig und mieten für 25$ für 4 Tage ein Skimboard.

Dann gehen wir zurück an unseren Hausstrand etwas „sünnele“ und skimboarden. Natürlich holt sich mein Liebster dabei bereits die ersten Schürfwunden… 😉

Der Himmel ist etwas bedeckt, was aber nicht weiter schlimm ist, da wir uns ja nicht gleich schon am ersten Tag einen Sonnenbrand holen müssen.

Also eigentlich wollten wir es heute ja gaaanz gemütlich angehen, aber schon bald ist unser Entdeckerdrang grösser und wir wollen doch heute schon etwas von der Insel sehen.

Wir beschliessen die West Maui Mountains zu umrunden, falls das Wetter einigermassen mitspielt.

Wir fahren zuerst Richtung Wailuku. Über den West Maui Mountains hat es aber dicke Wolken, also verschieben wir den Besuch des „Iao Valley“ auf ein anderes Mal.

Wir durchqueren Wailuku und biegen ab auf die Strasse 340, auch bekannt als

Kahekili Highway

Eigentlich unglaublich, was in den USA noch als Highway so durchgeht 😉 : Die Strasse ist oft nur einspurig, aber wenigstens durchgängig geteert.

Der Kahekili Highway ist absolut witzig zu fahren und bietet teilweise tolle Ausblicke, wie auf dem Bild oben, mitten ins Grüne mit einem kleinen Wasserfall. Obenrum sieht man übrigens den Strassenverlauf des „Highways“.

Etwa nach der Hälfte der kurvigen Strecke erreichen wir die kleine Siedlung Kahakuloa mit einer hübschen, kleinen Kirche.

Da es an dieser Strecke viele Autoaufbrüche geben soll, lassen wir unser Auto nicht aus den Augen.

Das Wetter ist zuerst noch etwas diesig, aber zum Glück trocken, denn das Befahren des Kahekili Highway bei Regen wird nicht empfohlen.

Das Kreuzen ist manchmal etwas abenteuerlich. Manche stellen sich aber auch arg kompliziert an. Kein Wunder, kennt doch der Durchschnitts-Amerikaner nur Strassen, welche doppelt so breit sind 😉 . Wir haben uns auf jeden Fall ein paar Mal einen Schrantz in den Bauch gelacht… 😉 .

Dann verziehen sich die Wolken immer mehr und der Kahekili Highway offenbart uns seine wahre Schönheit.

Eine spektakuläre Steilküste…
Kahekili Highway
Rote Felsen (fast wie im Südwesten der USA 🙂 …

Die Strasse führt über coole, schmale Brücken, welche von Palmen umrahmt sind.

So schön!

Und was natürlich nicht fehlen darf, sind die malerisch schönen, menschenleeren Buchten…

Und dann wird aus dem Kahekili Hwy plötzlich wieder eine ganz normale Küstenstrasse. Die Zivilisation hat uns wieder…

Wir erreichen die Honolua Bay, welche traumhaft liegt und zum Schnorcheln einlädt.

Da es aber Sonntag ist und das Wetter herrlich, sind die Strassenränder bereits mit unzähligen Autos zugeparkt und so fahren wir den Kahekili Highway weiter.

Wir fahren dann aber zu einer ebenfalls sehr schönen Beach, dem „DT Fleming Beach Park“. Diese Beach wurde anscheinend auch schon mal zum schönsten Strand Amerikas erkoren. Wir können den Eindruck ganz und gar bestätigen.

Auf dem Parkplatz findet eben ein Harley-Treffen statt. Der Strand selbst lädt dann zum Baden ein. Michael springt in die Fluten, ich jedoch verzichte. Der Jet-Lag schlägt leider heftig zu und meine Augen brennen nicht nur, weil sie entzündet sind…

Nach dem Strandbesuch fahren wir dann weiter Richtung Süden und halten beim Whalers Village raus, da ich sicher bin, dass es hier was zu Futtern gibt.

Das Whalers Village ist eine grosse, offene Shopping Mall direkt an der Beach. Im Foodcourt essen wir was (ein Stück Pizza Hawaii mit richtig leckeren Hawaii-Ananas, mmh i’m loving it!) und dann findet Michael im Billabong Shop noch eine neue Badehose und ein Lycra, dazu gibt’s ein Gratis T-Shirt dazu.

Während mein Liebster sich neu einkleidet, schlafe ich auf der Sitzbank draussen fast ein…

In dem Shopping Center sehen wir auch noch ein Wal-Skelett hängen. Dieses soll auf die Walfang-Vergangenheit der Region hinweisen.

Eigentlich wollten wir ja jetzt noch Lahaina besichtigen, aber ich bin ganz einfach nur noch unheimlich müde.

So fahren wir einfach nur dem Strand entlang wunderschön im Abendlicht zurück nach Kihei. An den Stränden nach Lahaina sehen wir zwar keine grossen Wellen, aber immerhin ein paar Surfer und Michael beschliesst morgen ein Surfbrett zu mieten.

Morgen wollen wir sehr früh aufstehen, darum haben wir auch kein so schlechtes Gewissen, als wir dann an unserem ersten vollen Urlaubstag bereits um 19 Uhr ins Bett plumpsen.

Tipps des Tages

  • Jedes Mal müssen wir das wieder aufs Neue erfahren: Am ersten Tag nicht zu viel einplanen, der Jet Lag schlägt Nachmittags voll zu!
  • Das Condo „Little grass shack“ im Kihei Kai Nani-Komplex ist schön und persönlich eingerichtet, absolut sauber und der Strand liegt gleich über die Strasse. Ergänzung: Bitte mein Hinweis im vorigen Reisebericht dazu beachten.
  • Die Umfahrung der West Maui Mountains über den Kahekili Highway ist ein tolles Erlebnis bei gutem Wetter. Die Strasse ist gar nicht so übel wie erwartet und die Landschaft teilweise spektakulär.
  • Der DT Fleming Beach ist wunderschön zum „Sünnele und „Bädele“!
  • Das grosse, offene Einkaufszentrum „Whalers Village“ lädt zum Shoppen ein und nebenbei erfährt man noch etwas über die Walfang-Geschichte der Region.

Morgen früh besuchen wir das „Haus der Sonne“ und dann doch noch das Walfängerstädtchen Lahaina.

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